Lehre

Lehrveranstaltungen an der Universität zu Köln SS 2011:

1) Lernen mit digitalen Medien
Welche mediendidaktischen Möglichkeiten eröffnen digitale Medien in formellen sowie informellen Lern- und Bildungsprozessen im Schulkontext? Welche mediendidaktischen, organisatorischen und institutionellen Probleme entstehen dabei? Im ersten Teil des Seminars geht es vor allem um theoretische und konzeptionelle Fragen rund um den Zusammenhang von digitalen Medien und Mediendidaktik. Im zweiten Teil steht die Präsentation und Diskussion von Ergebnissen der Gruppenarbeiten im Zentrum, die die teilnehmenden Studierenden zum Thema „Mediendidaktischer Einsatz von digitalen Medien im Unterricht und seine fachlichen, organisatorischen und professionellen Bedingungen“ parallel zu den Präsenzsitzungen erarbeiten. Für die Gruppenarbeit, an der sich jeder Teilnehmer des Seminars beteiligen muss, ist obligatorisch, dass eine Fallstudie einer Schule bzw. von Unterricht in einer Schule durchgeführt wird. Dies schließt den selbst zu organisierenden Besuch einer Schule sowie Gespräche mit verantwortlichem Lehrpersonal mit ein.

Literatur:

Issing, L.J./Klimsa, P. (Hg.) (2002).Information und Lernen mit Multimedia und Internet. Lehrbuch für Studium und Praxis. Weinheim: Beltz

Klimsa, P./Issing, L.J. (Hg.) (2011): Online-Lernen. Handbuch für Wissenschaft und Praxis. München: Oldenbourg

2) Einführung in die Medienpädagogik
Die Veranstaltung liefert einen fundierten und systematisch aufgebauten Überblick über The-orie, Forschung, Geschichte, gegenwärtige Diskussionspunkte und Handlungsfelder der noch verhältnismäßig jungen pädagogischen Teildisziplin Medienpädagogik vor und stellt sie zur gemeinsamen Diskussion.

Literatur:

Sander, U./von Gross, F./Hugger, K.-U. (Hg.) (2008): Handbuch Medienpädagogik. Wiesbaden.

3) Medien und Identität
Die Identitätsbildung von Heranwachsenden wird heute zunehmend von den Medien unterstützt und beeinflusst. Aus diesem Grund beschäftigt sich auch die wissenschaftliche Literatur (v.a. Erziehungswissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Medienpsychologie, Mediensoziologie) immer mehr mit diesem Thema. Im Seminar sollen deshalb erstens wichtige theoretische Ansätze dargestellt und diskutiert werden, die die Entwicklung von Medienidentitäten zu erklären versuchen. Zweitens sollen empirische Ergebnisse zum Thema in den Blick genommen werden. Drittens geht es um eigene, von den Studierenden zu erarbeitende Analysen von Medien bzw. Medienangeboten (z.B. Big Brother, Sims), die gegenwärtig für Identitätsbildungsprozesse von Jugendlichen wichtig sind.

Literatur:

Winter, C./Thomas, T./Hepp, A. (Hg.) (2003): Medienidentitäten. Identität im Kontext von Globalisierung und Medienkultur. Köln: Herbert von Halem Verlag

4) Jugendkulturen und digitale Medien. Ein Lehrforschuungsprojekt (Teil 2)

Das Internet hat immer mehr Relevanz für die Jugend-Sozialisation: Jugend ist gegenwärtig nicht nur Offline-Jugend, sondern zugleich Online-Jugend. In ihren Selbstdarstellungen im Social Web positionieren sich die Heranwachsenden auch als Mitglieder von Jugendkulturen, seien es Cliquen oder bestimmte Jugendszenen, wie z.B. Visual Kei, Rollenspieler oder Cosplay. Insgesamt zeigt sich, dass Jugendliche flexibel mit den digitalen Medien interagieren und diese sich zu unterschiedlichen Zwecken aneignen. Allerdings gibt es erst wenige Untersuchungen, die die Art und Weise der Nutzung von Internet-Anwendungen durch Jugendliche empirisch genau abbilden.

Im Rahmen der teils eigenständigen und teils angeleiteten Erarbeitung des inhaltlichen Themenbereichs „Jugend, Jugendkulturen und Nutzung des Internet“ sowie der Einübung quantitativer Methoden (standardisierte Online-Befragung) erhalten die an dem Lehrforschungsprojekt teilnehmenden Studierenden die Möglichkeit, sich in einem zukunftsträchtigen Forschungsbereich wissenschaftliches Know-how anzueignen, der zugleich in hohem Maße berufsrelevant ist, sowohl im schulischen wie außerschulischen Kontext.